#040 Lebst du deinen Traum?
8. August 2026
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Oder erreichst du nur deine Ziele?
Vielleicht hast du dir diese Frage noch nie gestellt. Denn wir sind es gewohnt, Ziele als etwas Positives zu betrachten. Ziele geben uns Orientierung, sie motivieren uns und sorgen dafür, dass wir etwas voranbringen. Wir setzen uns berufliche Ziele, wollen den nächsten Karriereschritt schaffen, ein bestimmtes Einkommen erreichen, unser Unternehmen weiterentwickeln oder ein Projekt erfolgreich abschließen. Wir setzen uns private Ziele, sparen auf ein Haus, planen eine besondere Reise oder nehmen uns vor, mehr Zeit mit unserer Familie zu verbringen. Und natürlich gibt es auch gesundheitliche Ziele: mehr Bewegung, weniger Stress, gesünder essen, ein paar Kilo abnehmen oder endlich wieder besser schlafen.
Wir erreichen im Laufe unseres Lebens erstaunlich viele dieser Ziele. Und trotzdem gibt es Menschen, die irgendwann an einem Punkt stehen, an dem sie sich fragen: Warum fühlt sich mein Leben eigentlich nicht so an, wie ich gedacht habe, dass es sich anfühlen würde, wenn ich all das einmal erreicht habe?
Nach außen betrachtet ist alles in Ordnung. Vielleicht sogar mehr als das. Man hat etwas aufgebaut, Verantwortung übernommen, Herausforderungen gemeistert und vieles geschafft, auf das man durchaus stolz sein kann. Es gibt keinen offensichtlichen Grund, unzufrieden zu sein. Und gerade deshalb ist dieses Gefühl manchmal so schwer einzuordnen. Man will schließlich nicht undankbar sein. Man weiß, wie gut es einem eigentlich geht. Also macht man weiter. Man setzt sich das nächste Ziel, nimmt sich das nächste Projekt vor oder überlegt, was man noch optimieren könnte.
Möglicherweise liegt aber genau darin ein Denkfehler.
Denn Erfüllung beginnt nicht dort, wo wir mehr erreichen. Sie beginnt dort, wo wir erkennen, wofür wir wirklich leben.
Diese Überlegung beschäftigt mich sehr. Denn sie verändert die Frage. Plötzlich geht es nicht mehr darum, was ich als Nächstes erreichen möchte. Es geht darum, was ich wirklich will. Und das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
In Thinking Into Results unterscheiden wir zwischen A-, B- und C-Zielen. Als ich mich intensiver damit beschäftigt habe, wurde mir bewusst, warum diese Unterscheidung so entscheidend ist. Denn vieles von dem, was wir im Alltag als Ziel bezeichnen, ist in Wahrheit gar kein Ziel, das uns wirklich wachsen lässt.
Ein A-Ziel ist etwas, das wir bereits erreicht haben und wieder erreichen wollen. Wir wissen also ganz genau, wie es geht. Wenn ein Unternehmen im vergangenen Jahr einen bestimmten Umsatz erzielt hat und sich für dieses Jahr denselben Umsatz zum Ziel setzt, ist das ein klassisches Beispiel. Ebenso wenn ich eine Strecke laufen möchte, die ich schon oft gelaufen bin, oder einen Urlaub plane, den ich mir problemlos leisten kann. Das kann sinnvoll sein. Es gibt uns Sicherheit. Aber wir müssen dafür nicht über uns hinauswachsen. Wir wiederholen im Wesentlichen etwas, das wir bereits können.
Dann gibt es B-Ziele. Sie liegen etwas weiter außerhalb dessen, was wir bereits erreicht haben. Wir wissen noch nicht ganz genau, wie wir dorthin kommen, können den Weg aber grundsätzlich planen. Vielleicht wollen wir den Umsatz um zehn Prozent steigern, fünf Kilometer weiter laufen als bisher, eine zusätzliche Ausbildung absolvieren oder ein größeres Projekt übernehmen. Dafür müssen wir uns anstrengen, vielleicht neue Fähigkeiten erwerben und etwas mutiger werden. Aber wenn wir ehrlich sind, können wir den Weg bereits einigermaßen erkennen. Wir schauen auf das, was wir haben und können, und überlegen daraus heraus, was als Nächstes realistisch möglich wäre.
Und genau hier passiert etwas Spannendes: Wir nennen das Fortschritt. Tatsächlich bewegen wir uns damit aber häufig eher seitwärts als wirklich vorwärts.
Das klingt im ersten Moment vielleicht provokant. Natürlich sind A- und B-Ziele sinnvoll und wichtig. Wir brauchen sie in unserem Alltag und in unserem Berufsleben. Aber wenn unser ganzes Leben ausschließlich aus solchen Zielen besteht, bleiben wir immer innerhalb dessen, was wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen bereits für möglich halten. Unsere Vergangenheit bestimmt dann gewissermaßen die Größe unserer Zukunft.
Wir fragen: Was kann ich mit meinen derzeitigen Möglichkeiten erreichen? Was wäre realistisch? Was traue ich mir zu? Was passt zu meiner Ausbildung, meinem Einkommen, meiner Erfahrung, meinem Alter und meiner derzeitigen Lebenssituation?
Und genau hier kommt das C-Ziel ins Spiel.
Ein C-Ziel beginnt nicht bei der Frage: „Was kann ich erreichen?“ Es beginnt bei der Frage: „Was will ich wirklich?“
Das klingt zunächst fast zu einfach. In Wahrheit ist es für viele Menschen unglaublich schwierig.
Denn wir haben gelernt, vernünftig zu sein. Wir haben gelernt, unsere Wünsche an unseren Möglichkeiten auszurichten. Schon als Kinder hören wir irgendwann Sätze wie „Sei realistisch“, „Man kann nicht alles haben“, „Dafür muss man eben hart arbeiten“ oder „Das Leben ist kein Wunschkonzert“. Und irgendwann stellen wir uns nicht mehr die Frage, was wir wirklich wollen. Wir stellen uns nur noch die Frage, was unter den gegebenen Umständen möglich ist.
Damit geschieht etwas Entscheidendes: Wir beginnen unsere Zukunft aus unserer Vergangenheit heraus zu planen.
Ein C-Ziel dreht diesen Prozess um. Es entsteht aus einer echten Sehnsucht. Aus einer Idee, die uns begeistert. Vielleicht wissen wir im ersten Moment überhaupt nicht, wie wir sie verwirklichen sollen. Vielleicht erscheint sie uns sogar ein bisschen verrückt. Und genau darin liegt ihre Kraft. Denn ein echtes C-Ziel verlangt von uns, dass wir uns entwickeln. Wir können nicht einfach dieselbe Person bleiben, dieselben Gedanken denken, dieselben Entscheidungen treffen und dieselben Gewohnheiten leben wie bisher.
Wir müssen wachsen.
Und genau deshalb geht es beim C-Ziel für mich auch um weit mehr als beruflichen Erfolg oder Geld.
Vielleicht ist dein Traum, ein Unternehmen aufzubauen, von dem du heute noch keine Ahnung hast, wie du es jemals realisieren sollst. Vielleicht möchtest du beruflich etwas völlig Neues beginnen. Vielleicht möchtest du wieder gesund und voller Energie durch deinen Alltag gehen. Vielleicht sehnst du dich danach, morgens aufzuwachen und nicht schon beim ersten Gedanken an den Tag Druck zu verspüren. Vielleicht möchtest du mehr Zeit für die Menschen haben, die dir wichtig sind. Vielleicht möchtest du reisen, schreiben, etwas erschaffen, anderen Menschen helfen oder endlich eine Idee verwirklichen, die seit Jahren irgendwo in dir schlummert.
Vielleicht ist dein größter Traum aber auch gar nicht spektakulär.
Vielleicht möchtest du einfach dein Leben so gestalten, dass du am Sonntagabend nicht mehr darauf wartest, dass irgendwann wieder Wochenende ist. Vielleicht möchtest du Entscheidungen treffen können, ohne ständig darüber nachzudenken, was andere davon halten. Vielleicht möchtest du erfolgreich sein, ohne dass deine Gesundheit den Preis dafür bezahlt. Vielleicht möchtest du Verantwortung tragen und trotzdem das Gefühl haben, dass dein Leben auch noch dir gehört.
Genau deshalb finde ich die Frage „Lebst du deinen Traum?“ so spannend.
Denn sie fragt nicht danach, ob du erfolgreich bist.
Sie fragt auch nicht danach, ob du zufrieden sein solltest.
Sie fragt danach, ob das Leben, das du heute führst, tatsächlich das Leben ist, das du führen möchtest.
Und darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Niemand kann dir sagen, wie dein Traum aussehen muss. Das ist auch der Grund, warum ich bei diesem Thema ganz bewusst nicht nur über Beruf oder Karriere sprechen möchte. Unser Leben lässt sich nicht sauber in Schubladen aufteilen. Wir haben nicht ein berufliches Leben, ein gesundheitliches Leben, ein Familienleben und daneben irgendwo noch unser persönliches Leben. Wir haben ein Leben.
Was in einem Bereich geschieht, wirkt auf die anderen Bereiche. Wenn ich beruflich dauerhaft unter enormem Druck stehe, nehme ich diesen Druck irgendwann mit nach Hause. Wenn mein Körper beginnt, auf meine Lebensweise zu reagieren, betrifft das nicht nur meine Gesundheit. Wenn ich ständig das Gefühl habe, funktionieren zu müssen, verändert das meine Beziehungen. Und wenn ich innerlich nicht mehr weiß, wofür ich all das eigentlich tue, kann selbst äußerer Erfolg irgendwann erstaunlich leer wirken.
Genau deshalb brauchen wir von Zeit zu Zeit einen Kompass.
Nicht, weil wir uns verirrt haben müssen. Sondern weil es sinnvoll ist, gelegentlich zu überprüfen, ob die Richtung noch stimmt.
Und genau aus diesem Gedanken heraus ist auch mein Mission PolePosition Kompass entstanden. Er lädt dazu ein, das eigene Leben einmal aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Nicht mit dem Anspruch, überall die Bestnote zu vergeben oder sofort alles verändern zu müssen. Sondern zunächst einmal hinzuschauen.
Wo stehe ich heute?
Was läuft richtig gut?
Wo spüre ich schon länger, dass etwas nicht mehr passt?
Was wünsche ich mir?
Und wenn für einen Moment wirklich alles möglich wäre: Wie würde ich mein Leben dann gestalten?
Ich finde gerade diese letzte Frage faszinierend. Denn häufig meldet sich sofort unser Verstand und beginnt, die Antwort zu korrigieren. „Das geht nicht.“ „Dafür fehlt mir das Geld.“ „Dafür bin ich zu alt.“ „Das kann ich meiner Familie nicht zumuten.“ „Dafür habe ich nicht die richtige Ausbildung.“ „So etwas funktioniert in meiner Branche nicht.“
Aber das sind Antworten auf die Frage nach dem Wie.
Noch bevor wir überhaupt klar formuliert haben, was wir wollen, beschäftigen wir uns damit, warum es wahrscheinlich nicht funktionieren wird.
Was wäre, wenn wir diese Reihenfolge einmal umdrehen?
Was wäre, wenn du dir erlaubst, zuerst herauszufinden, was du wirklich willst und wenn du dich erst danach damit beschäftigst, wie du dorthin kommst?
Genau das bedeutet für mich träumen.
Träumen heißt nicht, die Realität zu ignorieren. Es bedeutet auch nicht, sich zurückzulehnen und darauf zu warten, dass das Universum irgendwann liefert. Im Gegenteil. Ein Traum kann uns dazu bringen, sehr konkret zu handeln. Aber bevor wir handeln können, brauchen wir eine Richtung.
Ein Kompass sagt dir schließlich auch nicht, wie viele Schritte du gehen musst, welche Hindernisse auf dem Weg liegen oder ob es zwischendurch regnen wird. Er zeigt dir die Richtung.
Und im Prinzip ist genau das der Anfang einer großen Veränderung.
Und genau aus diesem Grund musst du heute noch gar nicht wissen, wie dein C-Ziel lautet. Vielmehr genügt für den ersten Schritt eine viel einfachere Frage.
Wenn du dein bisheriges Leben, deine derzeitigen Möglichkeiten und die Erwartungen anderer für einen Moment ausblendest: Was würdest du wirklich gerne erleben, tun, erschaffen oder verändern?
Lass die Antwort nicht sofort vernünftig werden.
Lass sie zunächst einmal groß sein.
Denn genau dort liegt etwas, das du irgendwann unterwegs aus den Augen verloren hast.
Dein Traum.
Es ist deine Idee, die da plötzlich wieder auftaucht. Mit einer Sehnsucht, die du lange vernünftig zur Seite geschoben hast. Und die Erkenntnis, dass das nächste Ziel, das du dir setzen möchtest, diesmal nicht einfach nur das nächste logische Ziel sein soll. Sondern eines, das dich wirklich begeistert.
Denn du kannst dein ganzes Leben damit verbringen, deine Ziele zu erreichen und trotzdem irgendwann feststellen, dass du nie deinem eigentlichen Traum gefolgt bist.
Oder du kannst beginnen, dir eine andere Frage zu stellen: Lebst du deinen Traum?
Ich denke, der August ist ein guter Zeitpunkt, um genau darauf deine Antwort neu zu entdecken. Ich bin gespannt und gerne für dich da, wenn wir uns der Frage: „Lebst du deinen Traum?“ widmen. Melde dich: maria.prinz@mission-poleposition.com
“Träumen heißt nicht, die Realität zu ignorieren. Es bedeutet auch nicht, sich zurückzulehnen und darauf zu warten, dass das Universum irgendwann liefert. Im Gegenteil. Ein Traum kann uns dazu bringen, sehr konkret zu handeln. Aber bevor wir handeln können, brauchen wir eine Richtung.”
Wenn du erkennst, dass jetzt die Zeit gekommen ist, deinen Traum zu leben, dann ist jetzt der Moment für ein bewusstes Reset-Gespräch.